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73 MILLIONEN VERLUST Krise bei Sony Ericsson
17.01.2009 10:41Die negativen Nachrichten aus der Handybranche reißen nicht ab: Sony Ericsson wies am Freitag einen Verlust von 187 Mio. Euro für das vierte Quartal 2008 aus. Bereits im dritten Quartal war das schwedisch-japanische Joint Venture in die Verlustzone gerutscht. Für das gesamte Geschäftsjahr 2008 fällt damit ein Nettoverlust von 73 Millionen Euro an, nachdem der Handyproduzent im Jahr 2007 noch einen Gewinn von 125 Mio. Euro erwirtschaften konnte.
Sony Ericsson zufolge ist das schwache Ergebnis des Schlussquartals auf einen massiven Nachfrageeinbruch zurückzuführen, sodass die Zahl der im gesamten Jahr abgesetzten Handys 6,6% unter dem Vorjahresniveau lag. Dem Konzern machten im vierten Quartal jedoch nicht nur die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise zu schaffen. Wie bereits im dritten Quartal schlug erneut das millionenschwere Umstrukturierungsprogramm zu Buche, das den Handyproduzenten wieder auf Kurs bringen soll.
Präsident Hideki Komiyama verordnete seinem Konzern nun einen radikalen Sparkurs und zeigte sich zuversichtlich, dass Sony Ericsson im zweiten Halbjahr 2009 wieder in die Gewinnzone zurückkehren könne. Ob die Muttergesellschaften, der japanische Elektronikkonzern Sony und der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson, genug Geduld aufbringen werden, muss sich zeigen. Im letzten Jahr kursierten immer wieder Gerüchte, dass die beiden Gesellschaften mögliche Optionen für das gemeinsame Joint Venture Sony Ericsson prüfen würden. (dcrs/tb 17.01.2009 10:41)