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  • AFGHANISTAN Auch bei deutschen Kräften wächst die Unsicherheit

    30.04.2009 08:42

    Der vergessene Krieg – kaum ein Synonym passt besser zum Konflikt in Afghanistan. Neben dem Machtwechsel in Washington im Januar, dem Irakkrieg und zuletzt der Schweinpest rückt das kleine Land am Hindukusch immer nach hinten. Wie drängend die Probleme des Landes allerdings sind, zeigen die Ereignisse vom Mittwoch. Kaum trifft der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit Hamid Karsai zusammen, erschüttern zwei schwere Anschläge den Einsatzraum der deutschen Kräfte.

    Erst wird ein deutscher Konvoi angegriffen und dabei fünf Soldaten verletzt. Wenige Stunden später gerät eine Patrouille der Bundeswehr in einen Hinterhalt und hat Tote wie auch Verletzte zu beklagen. Die Bilanz des gestrigen Mittwochs – ein Toter und neun Verletzte. Insgesamt sind damit bereits 32 Deutsche am Hindukusch ums Leben gekommen. Und mit jedem Tag setzen radikale Islamisten und Aufständische der internationalen Friedenstruppe mit ihrer Taktik der Nadelstiche mehr zu.

    Dabei geht es schon lange nicht mehr nur um die Taliban. Drogenbarone und Warlords werfen die Taktik des Guerilla-Krieges in die Waagschale, um eine Stabilisierung des Landes und den Aufbau einer zentralen Autorität zu verhindern. Und mit jedem Tag wächst die Unsicherheit ein kleines Stück. (dcrs/fm 30.04.2009 08:42)

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