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AFGHANISTAN US-Präsident sucht nach diplomatischer Lösung
09.03.2009 08:50Lange galt Afghanistan als Hinterhof des internationalen Terrorismus, wurde gleichzeitig aber durch die USA als Nebenschauplatz betrachtet. Eine Sichtweise, die sich in Zukunft als fatal herausstellen könnte. Selbst US-Präsident Barack Obama spricht im Moment davon, dass US-Streitkräfte im Land am Hindukusch nicht auf der Siegerstraße wären. Während der Irak mittlerweile langsam zur Normalität zurückfindet, scheint Afghanistan den Koalitionstruppen immer weiter zu entgleiten.
Ein Grund mehr für Barack Obama, an einem grundsätzlichen Strategiewechsel zu arbeiten. Ähnlich dem Irak will der US-Präsident nach gemäßigten Verbündeten im Lager der Taliban suchen, um auch hier eine politische Basis zu etablieren, welche den terroristischen Kräften die Grundlage ihrer Aktivität entzieht. Allerdings dürfte damit den USA noch ein langer und steiniger Weg bevorstehen. Anders als zwischen Euphrat und Tigris stehen sich in Afghanistan nicht nur drei Volksgruppen gegenüber, sondern ein Vielfaches verschiedener Ethnien, deren Ziele und Ansichten sich in den meisten Fällen deutlich unterscheiden. Zusätzliche Brisanz gewinnt der Einsatz in Afghanistan aufgrund der Unabhängigkeitsbestrebungen einzelner Volksgruppen. (dcrs/fm 09.03.2009 08:50)