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  • ANTI-RASSISMUS-KONFERENZ Deutscher Außenminister bleibt zuhause

    20.04.2009 09:01

    Für Deutschland ist die Entscheidung eine Premiere - Frank-Walter Steinmeier hat als erster deutscher Außenminister die Teilnahme an einer UN-Veranstaltung abgesagt. Die Entscheidung dazu sei nach eigenen Worten des Ministers nicht leicht gefallen. Hauptgrund für die Absage ist eine wahrscheinliche Teilnahme Irans an der Anti-Rassismus-Konferenz in Genf.

    Beobachter und Experten fürchten, dass die Staatsführung des Mullah-Regimes die Konferenz zu einem anti-israelischen Auftritt nutzt. Mit der Entscheidung bleibt Deutschland allerdings nicht allein. Neben Italien, den Niederlanden sowie den USA, will auch Großbritannien nicht an der Anti-Rassismus-Konferenz teilnehmen. Navi Pillay zeigte dagegen ihre Enttäuschung über die Absage der Teilnehmer aus Westeuropa. Dabei dürfte eine Reaktion kaum überraschen – schließlich endete bereits die erste Konferenz mit einem Eklat.

    Für den Iran und Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist die Reaktion des Westens dagegen ein klares Signal und fast ein kleiner Sieg. Insgesamt wollen an der am Montag beginnenden Konferenz 35 Staaten teilnehmen, mit dem Ziel, wirksam Rassismus und Rassendiskriminierung zu bekämpfen. (dcrs/fm 20.04.2009 09:01)

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