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ANTI-RASSISMUS-KONFERENZ Reaktionen auf Ahmadinedschad-Rede
21.04.2009 14:13Irans Regierungschef Mahmud Ahmadinedschad hat in Genf, wie von vielen Experten im Vorfeld bereits erwartet, für einen Eklat bei der Anti-Rassismus-Konferenz in Genf gesorgt. Im Rahmen seiner Rede hat der Staatschef Israel als rassistische Nation bezeichnet und damit für Spannung zwischen den Teilnehmern und den Staaten gesorgt, die bereits im Vorfeld der Konferenz eine Absage erteilt hatten.
Israels Staatsführung hat sogar offen die Regierung der Schweiz kritisiert und auch Vertreter der deutschen Politik haben sich mit ihrem über den Auftritt des iranischen Regierungschefs nicht zurückgehalten. Auf der anderen Seite zieht dagegen Bernard Kouchner eine positive Bilanz der Anti-Rassismus-Konferenz.
Trotz unhaltbaren Aussagen von Mahmud Ahmadinedschad zum Völkermord – Teile der Rede haben offen den Finger in eine Wunde gelegt, die im Nahen Osten bereits seit 1948 blutet. Die leidvolle Erfahrung des Volkes Israels rechtfertigt noch lange nicht die Unterdrückung der palästinensischen Volksgruppe im Nahen Osten. (dcrs/fm 21.04.2009 14:13)#1 - 22.04.2009 22:25 - Reinhard Omir, Bürger der Bundesrepublik
Christiane Schlözer zitiert in ihrem Artikel in der SZ v. 22.04.09 „Die Rassismus-Formel“ den Rassismusbegriff politischer Philosophen „als wertende Abgrenzung fiktiver oder realer Unterschiede zwischen Menschen zum Schaden der Opfer“. 1. Ich zitiere aus einer Erklärung vom 23. Mai 2001 des ehemaligen Israelischen Staatspräsidenten Moshe Katzav – nun wegen des Verdachts der Vergewaltigung vor Gericht: »Es gibt eine riesige Kluft zwischen uns (Juden) und unseren Feinden - nicht nur, was die Fähigkeit anbelangt, sondern auch hinsichtlich der Moral, Kul¬tur, der Achtung des Lebens und des Gewissens. Sie sind hier unsere Nachbarn, aber es scheint, als ob auf einer Distanz von einigen hundert Metern Menschen leben, die nicht zu unserem Kontinent, zu unserer Welt, tatsächlich aber zu einer anderen Milchstraße gehören.« Finden Sie nicht auch, dass der Israelische Staatspräsident damit den von Ihnen eingeführten philosophischen Rassismusbegriff auf den Punkt erfüllt hat? 2. Zitat aus SÜDDEUTSCHE ZEITUNG Blick in die Presse 02.10.2008 Ein großes Gefängnis Zur israelischen Armeeoffensive im Gaza¬streifen schreibt die Londoner Zeitung The Guardian: „Der Gaza-Streifen ist ein großes Ge¬fängnis in dem die Israelis die Bewacher sind. Es überrascht niemanden, dass die Insassen zu jeder Verzweiflungstat ent¬schlossen sind. Außerdem ist das Westjordanland immer noch mit israelischen Siedlungen übersät, die in den vergange¬nen 39 Jahren gebaut wurden. Für einen dauerhaften Frieden muss richtig verhan¬delt werden, und dabei müssen auch Themen wie Jerusalem, das Flüchtlingspro¬blem und Grenzfragen auf den Tisch." Warum sind diese Themen im Westen tabu? Sie machen uns unglaubwürdig.