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  • ARCANDOR Gewerkschaft fordert staatliche Hilfe

    22.04.2009 09:58

    Beim Handels- und Touristikkonzern Arcandor bahnt sich eine Krise an, die mit den Querelen um den Autohersteller Opel vergleichbar ist. Während die Konzernführung das Unternehmen radikal umbauen und damit aus der Verlustzone führen will, laufen die Gewerkschaften Sturm gegen die Pläne des neuen Vorstandsvorsitzenden Karl-Gerhard Eick.

    Arcandor gehören unter anderem Marken wie Quelle, der Reiseveranstalter Thomas Cook und die Kaufhauskette Karstadt sowie einige der bekanntesten Premiumkaufhäuser Deutschlands – darunter auch das KaDeWe in Berlin. Eick plant entscheidende Umstrukturierungen im Unternehmen und arbeitet auch an einer Neuausrichtung von Arcandor. Zukünftig soll verstärkt dem Bereich Tourismus mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

    Allerdings hat der Vorstandsvorsitzende einen entscheidenden Fehler begangen und auf die Unterstützung der Mitarbeiter gesetzt. Von Seiten der Gewerkschaften fehlt dagegen jede Zustimmung zu den geplanten Maßnahmen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di fordert stattdessen umfangreiche Staatshilfen und Bürgschaften für den Konzern, um die vorhandenen Arbeitsplätze zu retten. Eine Maßnahme, die in Berlin allerdings auf wenig Gegenliebe stoßen dürfte. (dcrs/fm 22.04.2009 09:58)

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