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  • ARZNEIMITTELPREISE Kritik an Vorstoß aus Gesundheitsministerium

    11.03.2010 09:43

    Philipp Rösler will der Pharmaindustrie Zwangsrabatte verordnen – wenn sich diese nicht mit den Krankenkassen auf einen Preis für neue Medikamente einigen kann. Dieser Vorstoß sorgt nicht nur bei den betroffenen Unternehmen für Verstimmung. Auch aus der eigenen Partei und sogar seitens der gesetzlichen Krankenkassen regt sich Kritik gegen den Vorstoß des Ministers.

    So setzte Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil etwa auf freiwillige Regelungen statt auf Zwangsrabatte. Barmer-Vizevorstandschef Rolf-Ulrich Schlenker begrüßte zwar den Ansatz, aber er geht Schlenker nicht weit genug.

    In dessen Augen haben die Pharmaunternehmen immer einen Wissensvorsprung, weshalb bloße Verhandlungen in den Augen des Barmer-Vizes nicht ausreichen werden. Wilfried Jacobs von der AOK forderte vor den Verhandlungen eine Kosten-Nutzen-Prüfung.

    Andernfalls drohe eine Situation, in welcher die Pharmaunternehmen von vornherein mit hohen Preisen in die Verhandlungen starten, um ihre Wunschsumme zu erreichen. Philipp Röslers Reform steht damit noch ein langer und steiniger Weg bevor. (dcrs/fm 11.03.2010 09:43)

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  • Zuletzt aktualisiert: 09.02.2012 05:50 Uhr
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