-
AUTOMOBILKONZERNE GM-Chef Rick Wagoner tritt zurück
30.03.2009 08:31Die Wirtschaftskrise bringt nicht nur Unternehmen zu Fall – auch die Helden einer ehemals strahlenden Branche werden durch die katastrophale Lage der Wirtschaft einfach so davon gespült. Eine Erfahrung, die jetzt auch General Motors Chef Rick Wagoner machen muss. Im Zuge der Sanierung des Unternehmens muss aber nicht nur der Konzernchef seinen Hut nehmen – laut einer Meldung des Unternehmens will General Motors anscheinend die gesamte Konzernspitze neu besetzen.
Allerdings ist der Abschied nicht ganz freiwillig. Vorausgegangen war die Ablehnung der Sanierungspläne durch Barack Obama. Eine der politischen Forderungen für die Gewährung weiterer Finanzhilfen aus dem Steuertopf war unter anderem der Rücktritt des GM-Chefs. Zeitgleich mit der Ablehnung des Sanierungskonzeptes erhielt General Motors weitere 60 Tage Zeit, um endlich eine tragfähige Variante vorzulegen und den Erhalt weiterer Steuermilliarden zu rechtfertigen.
Andernfalls schließen Experten auch die Insolvenz der amerikanischen Autokonzerne GM und Chrysler nicht aus. Von den Entscheidungen in Washington und Detroit hängt aber nicht nur die Zukunft einer US-Schlüsselindustrie ab – auch deutsche Opel-Mitarbeiter schauen immer wieder mit Sorge auf die Entwicklung in den USA. (dcrs/fm 30.03.2009 08:31)