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Nach langem Zögern entschuldigt sich Hartmut Mehdorn – Chef der Deutschen Bahn – bei seinen Mitarbeitern für das Screening in den Jahren 2003 und 2005. Allerdings fehlt der schriftlichen Entschuldigung eine persönliche Note – Hartmut Mehdorn spricht die Entschuldigung lediglich im Namen des Gesamtvorstandes aus. Kritik an der Taktik wie auch dem Vorgehen der Verantwortlichen kommt aber nicht nur aus den Reihen der Arbeitnehmerverbände. Auch der Verkehrsminister fordert von der Deutschen Bahn eine schnelle Aufklärung.
Damit der dürfte der Posten des Chefs der Deutschen Bahn für viele Kandidaten noch weniger an Attraktivität gewinnen – schließlich galt er bereits in der Vergangenheit nicht gerade als ruhiger Sessel. Aber unter dem Druck der Bespitzelungsaffäre, welche in den vergangenen Tagen immer weitere Kreise gezogen hat, dürfte das Ansehen des deutschen Bahnchefs noch weiter gesunken sein. Und ob Hartmut Mehdorn sich noch lange an diesem Posten erfreuen kann, bleibt weiterhin eine offene Frage. Nicht wenige Politiker und Verbraucher fordern offen den Rücktritt des Chefs der Deutschen Bahn. (dcrs/fm 06.02.2009 16:15)