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BANANEN-STREIT Importzölle für Südfrüchte sinken durch Kompromiss
16.12.2009 08:01Der langjährige Handelsstreit zwischen der Welthandelsorganisation (WTO) und den Ländern, die Bananen exportieren ist beigelegt. Während Bananen und andere exotische Früchte aus dem Pazifik, aus Afrika oder der Karibik ohne Einfuhrzölle in die Europäische Union gelangten, wurden lateinamerikanische Bananen mit Quoten und Zöllen belegt.
Diese klagten vor der Welthandelsorganisation, die schließlich klein beigab und eine Kompromisslösung finden musste. Denn der Europäischen Union war bewusst, dass sie die Prozesse verlieren würde. Am Dienstag schließlich wurde der rund 15-jährige "Bananen-Streit" beendet. In den kommenden Jahren werden Bananen für den Verbraucher dadurch billiger, denn der Importzoll für eine Tonne wird von derzeit 176 Euro bis auf 114 Euro im Jahr 2017 sinken.
Als Ausgleich für die Negativfolgen der Importzölle sollen die pazifischen Staaten 200 Millionen Euro erhalten. Gewinner des "Bananen-Streits" sind nicht nur die Verbraucher, sondern auch die amerikanischen Großkonzerne Dole, Chiquita oder Del Monte. Verlierer sind die Bananenbauern, die in Zukunft wohl auf andere Produkte umsteigen werden. (dcrs/fm 16.12.2009 08:01)