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BAYERN Nachdruck von Nazi-Zeitungen verboten
18.01.2009 10:30Seit einigen Tagen herrscht in Bayern eine kontroverse Diskussion. Das bayerische Finanzministerium hatte beschlossen, den Nachdruck der “Zeitungszeugen” zu verbieten. Unter diesem Namen sind eine Anzahl von faksimilierten Zeitungen der Nazis zusammen gefasst worden.
Letzte Woche sollte die erste Ausgabe der Sammler Edition “Zeitungszeugen” heraus gebracht werden. Darin enthalten: Faksimiles von Zeitungen aus der Zeit der Hitler-Diktatur. Verlag der Zeitungsnachdrucke ist der Albertas Verlag, der diese Produktion in ganz Europa heraus gibt.
Dass das Finanzministerium dagegen Sturm laufen könnte, hatten Experten bereits vermutet. Denn die Behörde geht seit langem gegen den Verlag Franz Eher Nachfolger vor, der unter anderem “Mein Kampf” verbreiten wollte, was dem Verlag jedoch untersagt wurde.
Auch der “Angriff” und der “Völkische Beobachter” wollte dieser Verlag in die Öffentlichkeit bringen. Dieses Verbot führte nun jedoch auch zu dem neuerlichen Verbot an den Albertas Verlag, über das jetzt gestritten wird. Einerseits ist es konsequent von der Behörde, dies nun auch zu untersagen. Andererseits vermuten Experten, dass dies erst recht die Nazis der Gegenwart auf den Plan rufen wird. Sie fühlen sich dann erneut ungerecht behandelt und suchen einen Grund, sich gegen die Regierung aufzulehnen.
Der Freistaat Bayern begründet sein Verbot mit den Rechten der Opfer und deren Nachkommen. Ob dies allein so ein Verbot rechtfertigt, bezweifelt der Albertas Verlag, der notfalls gerichtlich gegen das Finanzministerium vorgehen möchte, um das Projekt nicht scheitern zu lassen. Heute würde das Verbot eher den Nazis in die Hände spielen ist die allgemeine Meinung. Im Grunde seinen die Faksimiles schließlich mit einer historischen und wissenschaftlichen Dokumentation versehen, die dazu beträgt, die Nachdrucke richtig einzuordnen. (dcrs/tb 18.01.2009 10:30)#1 - 26.01.2009 18:22 - Demokrat
Zustimmung für den Vorredner. Zesur und totalitäre Kontrolle gab es bereits in zwei dt. Diktaturen. Die Politiker und Beamten sollen lieber in Bildung und Aufklärung der Menschen investieren.#2 - 26.01.2009 09:39 - Glenn McDonald
Ist denn Deutschland eine Demokratie oder nicht? Zensur in einer Demokratie? Wenn Leute diese Zeitungen lesen wollen, soll man das ihnen doch nicht verbieten! Keiner wird doch gezwungen dieses Material zu lesen. Wie koennt ihr sagen ihr seid besser als die Nazis wenn ihr genauso Lesematerial unter Zensur stellt? das ist Unsinn...Haltet ihr das Deutsche Volk fuer so dumm, dass ihr aufpassen muesst was es Liest? Hoert auf mit der ewigen Angst vor der Vergangenheit. Hitler ist seit 1945 tot, man braucht vor Ihm keine Angst mehr haben.Das Deutsche Volk ist intelligent genug um fuer sich selbst zu entscheiden!