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  • DOPING Geständnisse rufen auch Kritik hervor

    08.04.2009 19:19

    Vielen Trainern und auch Sportlern gilt die DDR-Vergangenheit als schwarzer Fleck auf der sonst so reinen Weste. Entweder haben sich die Aktiven im Sumpf der Stasi-Spitzeleien verloren oder sind moralisch an den Doping-Praktiken des DDR-Systems gescheitert. Neben Zeugenaussagen belegen auch medizinische Akten, in welchem Ausmaß das 1989 gestürzte Regime auch im Leistungssport gegen den Westen mit unerlaubten Mitteln gekämpft hat.

    Und die Erklärung von fünf Trainern aus der Leichtathletik hat nur noch mehr Öl ins Feuer gegossen, statt einen Flächenbrand zu verhindern. Die Doping-Opfer-Hilfe erhebt mittlerweile offene Kritik an der Erklärung und fürchtet um eine gesellschaftliche Absolution der Trainerinnen und Trainer, die noch bis vor 20 Jahren aktiv an der Weitergabe und Einnahme verbotener Substanzen beteiligt waren.

    Nach Meinung der DOH handelt es sich beim Eingeständnis der Trainer um keine Aufarbeitung, sondern eher einen Amnestieversuch, der am wirklichen Kern des Problems vorbeigeht, ohne Spuren zu hinterlassen. (dcrs/fm 08.04.2009 19:19)

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  • Zuletzt aktualisiert: 08.02.2012 15:30 Uhr
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