-
DRASTISCHE MAßNAHMEN Experten erwarten weitere Zinssenkung
06.03.2009 07:58Die Zentralbanken als oberste Währungshüter stehen in der Krise deutlich unter Druck und greifen nach jeder nur erdenklichen Maßnahme um den freien Fall der Weltwirtschaft aufzuhalten. Natürlich macht die EZB (Europäische Zentralbank) an dieser Stelle keine Ausnahme und hat in einem historischen Schritt den Leitzins für die Eurozone auf ein Rekordtief von 1,5% gesenkt. Damit schließt sich die EZB Ländern wie den USA oder Japan an, die bereits eine regelrechte Null-Zins-Politik betreiben.
Experten glauben allerdings, dass dieser Schritt der Europäischen Zentralbank noch nicht das Ende bedeutet. Mehr als zwei Drittel der befragten Ökonomen einer Studie sehen den Leitzins auch im zweiten Quartal des Jahres 2009 sinken – auf den Tiefststand von 1%. Gleichzeitig zweifelt ein nicht unerheblicher Teil der Experten an der Wirksamkeit weiterer Zinssenkungen. Um die aktuelle Krise abzufangen, seien unorthodoxe Maßnahmen nötig. Zu dieser Ansicht scheint auch Notenbankchef Jean-Claude Trichet zu kommen und kündigte ein entsprechendes Vorgehen an, falls die klassischen Mechanismen der Währungspolitik versagen. (dcrs/fm 06.03.2009 07:58)