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EKLAT IN CAMBRIDGE Schuhattacke auf chinesischen Premier
03.02.2009 08:41Wen Jiabao, seines Zeichens Regierungschef des Milliardenstaates China, ist in London Opfer einer Schuhattacke geworden. Ähnlich seinem Ex-Kollegen George W. Bush, dessen Abschiedsbesuch im Irak in gleicher Weise ausgenutzt wurde, ist auch der chinesische Premier während seines Besuches in Großbritannien Opfer eines Schuhwerfers geworden. Während einer Rede vor mehreren hundert Zuhörern an der traditionsreichen Cambridgeuniversität holte der Tibetaktivist mit einem Turnschuh aus und verfehlte Wen Jiabao um etwa einen Meter.
Anschließend ließ sich der Attentäter widerstandslos von den Sicherheitskräften in Gewahrsam nehmen und muss mit einem Verfahren wegen Störung der öffentlichen Ordnung rechnen.
Obwohl live im chinesischen Fernsehen übertragen, wird der Vorfall in den chinesischen Medien totgeschwiegen. Während der Schuhattacke brach die Übertragung plötzlich zusammen und auch in Zeitungen oder auf Internetseiten findet sich keine Spur einer Nachricht über den Angriff auf Wen Jiabao. Deutliche zeigt dieses Beispiel, mit welcher Effizienz die chinesische Zensur arbeitet und selbst international Meldungen ausblenden kann. (dcrs/fm 03.02.2009 08:41)