-
ENTFÜHRUNG Hintermänner der Piraten sitzen in Kenia
07.05.2009 08:38Wer die Berichterstattung um die Schiffentführungen vorn Horn von Afrika aufmerksam verfolgt, scheint zu wissen, wer als Täter in Frage kommt. Verarmte Fischer, denen dank internationaler Fangflotten Lohn und Brot fehlen. Am Ende ist die moderne Seeräuberei nichts weiter als eine Umverteilung von oben nach unten. Allerdings dürfte sich kaum ein Fischer schwere Automatikgewehre und Schnellboote leisten können.
Bei den Strippenziehern, die am Ende die Fäden der Entführungen vor Somalia in der Hand halten, handelt es sich wahrscheinlich um solvente Hintermänner in Kenia und sogar London. Von dieser Ansicht wird mittlerweile in deutschen Sicherheitskreisen ausgegangen. Und seit Dienstag befindet sich ein weiteres Schiff deutscher Reedereien in der Gewalt der Piraten.
Ein Reisfrachter ist in den Abendstunden aus einem ungesicherten Konvoi entführt wurden. Diese dreiste Tat zeigt, dass selbst die bewaffnete Atalanta-Mission nicht überall für die Sicherheit der Handelswege sorgen kann. Um die Aufgabe einer flächendeckenden Überwachung erfüllen zu können, wären wesentlich mehr Schiffe notwendig. (dcrs/fm 07.05.2009 08:38)