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ENTSPANNUNG UNTER OBAMA Keine Raketen in Kaliningrad
28.01.2009 15:27Wie jetzt bekannt wurde, verzichtet Russlands Präsident Medwedew auf die geplante Stationierung von Iskander-Raketen in der russischen Enklave rund um Kaliningrad. Grund für das Säbelrasseln der ehemaligen Sowjetunion war die Absicht des damaligen US-Präsidenten George W. Bush, in Polen und der Tschechei einen Raketenabwehrschild zu installieren. Mit dem Machtwechsel in Washington vor wenigen Tagen dürften die Bemühungen um den Abwehrschild allerdings etwas ins Stocken geraten.
Der neue US-Präsident, Barack Obama, verzichtet auf den harten Kurs des Republikaners Bush und strebt nach einer Annäherung an alte Freunde und Feinde. Damit ist auch die Stationierung der russischen Raketen nicht mehr notwendig, was zu einer deutlichen Entspannung zwischen Russland und NATO führen könnte. Schließlich liegt Kaliningrad mit seiner russischen Armeebasis in unmittelbarer Nähe zu Polen wie auch dem Baltikum.
Ursprünglich gehörte die Stadt zu Ostpreußen bzw. Polen und wurde im Zweiten Weltkrieg heftig umkämpft. Aber noch aus einem anderen Grund taucht der alte Name – Königsberg – immer wieder in den Medien auf, denn hier verliert sich die Spur des Bernsteinzimmers. (dcrs/fm 28.01.2009 15:27)