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ERHÖHTE BLUTWERTE Wut und Ärger bei DESG
08.03.2010 10:34Der Fall Claudia Pechstein scheint nun auch Konsequenzen für die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft zu haben. Nachdem das BKA das Haus der gesperrten Eisschnellläuferin und 20 weitere Objekte durchsucht hatte, waren die Namen zweier Athletinnen an die Öffentlichkeit gelangt, deren Blutwerte ebenfalls erhöht sein sollen.
Konkret handelt es sich dabei um Heike Hartmann und Bente Kraus. Das Brisante: Die Namen sollen aus den Kreisen der Ermittler durchgesickert sein. Für die Sportler wie auch deren Trainer eine Belastung. DESG-Präsident Gerd Heinze sprach daher auch von Rufmord.
Und richtete seine Kritik an die Ermittler. Zudem erstattete der Verband Anzeige gegen Unbekannt. Gleichzeitig nahm Heinze seine Athleten in Schutz und verwies auf die psychische Belastung solcher Äußerungen – wie etwa für Heike Hartmann. Deren erhöhte Blutwerte waren bereits Mitte Mai 2009 festgestellt worden.
Dass dies nicht ähnliche Folgen hatte wie im Fall Pechstein, ist verwunderlich. Ebenso ungewöhnlich ist die Tatsache, dass Heike Hartmann an nur einem Tag von Fahndern der NADA und der WADA aufgesucht wurde. Auf Nachfrage hätten sich die Kontrolleure zurückgezogen – und den Vorfall als verweigerte Kontrolle gewertet. (dcrs/fm 08.03.2010 10:34)