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ERSCHRECKENDE BILANZ Neue Enthüllungen bei der Bahn
11.02.2009 08:15Erneut macht die Deutsche Bahn in der erst kürzlich bekannt gewordenen Spitzelaffäre Schlagzeilen. Damit wird auch für Hartmut Mehdorn die Luft immer dünner. Statt der „bewährten“ Salamitaktik – schlechte Nachrichten immer scheibchenweise zu verkünden – hat die Deutsche Bahn jetzt einen großen Schritt nach vorn gemacht und weitere Bespitzelungen von Mitarbeitern eingestanden. Bereits im Jahr 1998 seien laut der neuen Angaben Daten erhoben wurden. Und auch in den Jahren 2005 wie 2006 sei es zu weiteren Überprüfungen gekommen.
Von Aktionen gegen Einzelpersonen ganz zu schweigen. Aber für den Chef der Deutschen Bahn kommt es noch schlimmer, denn neben den bis jetzt bekannten fünf größeren Fällen musste der Konzern eingestehen, dass die Überprüfung der Daten nicht immer gesetzeskonform ablief. Unter anderem seien auch Kontobewegungen der betroffenen Mitarbeiter überwacht worden. Was im ersten Moment an einen schlechten Hollywood-Streifen erinnert, hat es auf deutschem Boden schon einmal gegeben – in Form der DDR-Staatssicherheit. Das Beispiel der Deutschen Bahn zeigt aber auch, wie groß der Wissensdurst deutscher Unternehmen zu seien scheint. (dcrs/fm 11.02.2009 08:15)