-
Nach der Schuldenkrise in Griechenland haben sich Politiker mehrerer Länder für einen Europäischen Währungsfond (EWF) ausgesprochen. Damit ziehen sie die Konsequenzen aus dem Debakel in Griechenland, wollen diesen zwar nach dem Vorbild aber gleichzeitig keinen Fonds in Konkurrenz zum Internationalen Währungsfond (IFW). Der EWF könnte Ländern der Europäischen Union in Finanzschwierigkeiten helfen, wieder auf die Beine zu kommen.
Einen entsprechenden Mechanismus, von dem die 16 Euro-Staaten profitieren könnten, gibt es derzeit keinen. Allerdings stehen die Pläne noch ganz am Anfang, sodass bisher auch noch unklar ist, wer in den Fonds einzahlen soll und wie viele finanzielle Mittel zur Verfügung stehen sollen.
Wie das Centre for European Policy Studies (CEPS) aber vorschlägt, sollen Länder mit finanziellen Problemen im Falle einer Staatspleite ihre Schulden erlassen bekommen und der Europäische Währungsfonds würde diese Schulden mit einem Abschlag von bis zu 70 Prozent kaufen. Allerdings ist dieses Szenario nicht als gegeben hinzunehmen. Auch eine Staatspleite oder das Ausscheiden aus der Währungsunion sei eine Option. (dcrs/fm 09.03.2010 15:38)