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FOLGEN DES GASSTREITS EU plant einen Ausbau der Energieinfrastruktur
22.01.2009 08:46Obwohl mittlerweile beigelegt, hat der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine nicht nur Auswirkungen für alle unmittelbar beteiligten. Russland muss in Zukunft darum fürchten, dass sein guter Ruf durch die Auseinandersetzung um den wichtigen Rohstoff Erdgas nachhaltig gelitten hat. Dessen gegenüber, die ehemalige Sowjetrepublik Ukraine wird im Gegenzug ab dem kommenden Jahr mit höheren Gaspreisen rechnen müssen. Und alle Länder, deren Versorgung in den vergangenen Tagen quasi zusammengebrochen ist, müssen vor allem mit den wirtschaftlichen Folgen für ihre Industrie zurecht kommen.
Aber auch die Europäische Union zieht Schlüsse aus dem Gasstreit. Die Europäische Kommission will in der nächsten Woche ein Papier vorlegen, dessen Kern ein Ausbau der europäischen Energieinfrastruktur sein soll. Mit Mehrinvestitionen von 3,5 Milliarden Euro sollen die Auswirkungen zukünftiger Auseinandersetzungen weniger stark ins Gewicht fallen. Einer der geplanten Punkte betrifft eine wesentlich effizientere Vernetzung einzelner nationaler Netze miteinander, was feste und sichere Verbindungen untereinander schaffen soll. Und Deutschland als zentraler Punkt im europäischen Geflecht der Energieinfrastruktur wird in diesem Zusammenhang sicher auch die Aufmerksamkeit der EU genießen. (dcrs/fm 22.01.2009 08:46)