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FOLTER Obama will Folterbilder nicht veröffentlichen
14.05.2009 08:58Die strahlende Fassade des US-Präsidenten Barack Obama bekommt erste Risse. Ausgerechnet die Folter in den US-Terrorgefägnissen bringt dem gefeierten Star der US-Politik harsche Kritik ein. Ursprünglich sollten Bilder von den Misshandlungen bis zum 28. Mai veröffentlicht werden. Hintergrund war die Entscheidung eines US-Gerichts, welches die Veröffentlichung angeordnet hatte.
Die plötzliche Ablehnung der neuen US-Regierung soll im Ausland das Aufkeimen einer amerikafeindlichen Stimmung verhindern. Die Bilder zeigen die Misshandlungen von Terrorverdächtigen und dürften rund um den Globus endlich Klarheit schaffen, zu welchen Verhörmethoden die US-Behörden in den letzten Jahren gegriffen haben. Besonders die Gefahr für US-Truppen im Irak und am Hindukusch bereitet der US-Administration große Sorge.
Zwar hat Barack Obama bereits im April gegen den Widerstand der CIA Papiere zu den Foltermethoden veröffentlichen lassen. Menschenrechtsorganisationen und die Öffentlichkeit stehen der Ankündigung, die Verantwortlichen straffrei ausgehen, kritisch gegenüber und sehen darin ein Zugeständnis an die alten Kräfte im Weißen Haus und das konservative Lager. (dcrs/fm 14.05.2009 08:58)