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GASSTREIT Merkel berät mit Putin
16.01.2009 09:23Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Ministerpräsident Wladimir Putin kommen heute in Berlin zu einem Treffen zusammen, um über die Wiederaufnahme der russischen Gaslieferungen nach Europa, die über die Ukraine führen, zu beraten.
Tags zuvor hatte die Bundeskanzlerin sowohl Russland als auch die Ukraine aufgefordert zu einer schnellen Lösung der andauernden Gasstreitigkeiten zu kommen. Der Konflikt dürfe, nach Merkels Ansicht, die Verpflichtungen Russlands zur Belieferung der europäischen Staaten mit Erdgas, nicht länger beeinträchtigen.
Russlands Ministerpräsident Putin machte den Vorschlag, dass die Kunden innerhalb der EU ein Konsortium bilden sollten, das die Transportkosten für das Gas übernimmt. Wie Putins Sprecher Dimitri Peskow am Donnerstag in Moskau erklärte, würde die Bildung eines EU-Konsortiums, das das technische Gas kauft mit dem das russische Erdgas durch die ukrainischen Pipelines getrieben wird, die Ukraine abschrecken „russisches Gas zu stehlen“. Da das ukrainische Pipelinesystem wenig effizient und weit verzweigt ist, braucht es große Mengen an technischem Gas. Postitiv zu diesem Vorschlag äußerte sich Paolo Scaroni, der Chef des italienischen Energiekonzerns ENI. Nach Meinung von Scaroni könne ein solches Konsortium umgehend gebildet werden. Dafür wolle Scaroni auch die anderen europäischen Anbieter wie E.ON gewinnen.
Am kommenden Sonnabend soll ein Gipfeltreffen in Moskau zwischen Russland, Vertretern der EU und der ukrainischen Ministerpräsidentin Timoschenko Bewegung in den Gasstreit bringen. Der ukrainische Präsident Juschtschenko lehnte dieses Treffen jedoch ab und lud stattdessen seinerseits mehrere Staatschefs aus Osteuropa für heute nach Kiew ein. (dcrs/tb 16.01.2009 09:23)