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  • GENANALYSE Zweifel am genetischen Fingerabdruck

    27.03.2009 12:07

    Das Phantom von Heilbronn hat sich in den vergangenen Tagen als Geist entpuppt, der lediglich in Bergen von Akten zum Leben erwacht ist. Schuld sind Verunreinigungen der Wattestäbchen, mit denen an unterschiedlichen Tatorten Genmaterial gesammelt wurde. Ermittler und Behörden müssen sich vor diesem Hintergrund nun natürlich unangenehme Fragen gefallen lassen.

    Schließlich hat die Jagd nach dem Phantom von Heilbronn Unsummen an Steuergeldern verschlungen. Und auch die Methode des genetischen Fingerabdrucks steht auf dem Spiel. In den Augen der Experten vollkommen zu Unrecht. Schließlich ist eine Methode immer nur so verlässlich, wie das Probenmaterial. Dieser Leitsatz der Wissenschaft scheint die Verantwortlichen beim Gen-Test in der Kriminalistik anscheinend vergessen zu haben – was der eigentlich Vorwurf sein müsste.

    Und selbst wer auf sterile Wattestäbchen setzt, muss mit Verunreinigungen rechnen. Schließlich heißt steril nur frei von Mikroorganismen, was Gen-Material aber keinesfalls ausschließt. Statt über die Wirksamkeit der Analyse zu sprechen, lohnt wohl eher eine Diskussion über den richtigen Umgang mit sensiblem Probenmaterial. (dcrs/fm 27.03.2009 12:07)

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  • Zuletzt aktualisiert: 08.02.2012 15:50 Uhr
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