DCRS Online

  • DCRS ONLINE
  • DEUTSCHLAND
  • INTERNATIONAL
  • UNTERHALTUNG
  • TECHNIK
  • SPORT
  • GENOZID Schwere Verwerfungen zwischen USA und Türkei

    05.03.2010 08:47

    Die Türkei hat ihren Botschafter aus den USA abberufen. Hintergrund sind politische Spannungen, die auf einer Resolution des Auswärtigen Ausschusses im US-Kongress basieren. Dieser hatte sich in einer hauchdünnen Entscheidung dafür entschieden, die Vertreibung der Armenier aus dem Osmanischen Reich als Völkermord zu bezeichnen.

    In Ankara selbst wird dieses Thema seit Jahrzehnten totgeschwiegen. Hunderttausende Armenier mussten während des Ersten Weltkriegs ihre Heimat in der heutigen Türkei verlassen. Grund waren armenische Unabhängigkeitsbestrebungen wie auch die Annahme, Teile der Minderheit könnten als fünfte Kolonne im Ersten Weltkrieg agieren.

    Auf den Märschen sollen verschiedenen Schätzungen zufolge mehr als 1 Million Menschen umgekommen sein. Außenminister Ahmet Davutoglu zeigte sich über die Entscheidung des Ausschusses enttäuscht. Und ließ offen, ob Ankara sich weitere Maßnahmen vorbehält. „Alle Möglichkeiten liegen auf dem Tisch“, so der Minister.

    Howard Berman, Vorsitzender des Ausschusses hielt dagegen: „Für die Türkei ist es jetzt Zeit, die Realitäten des Genozids an den Armeniern zu akzeptieren.“ (dcrs/fm 05.03.2010 08:47)

    DIESEN ARTIKEL KOMMENTIEREN
  • SUCHE

  • ORGANISATIONEN

    • USA
    • Türkei
    • Armenien
  • EREIGNISSE

    • Resolution
    • Genozid
    • Völkermord im Osmanischen Reich
  • PERSONEN

    • Ahmet Davutoglu
    • Howard Berman
  • Zuletzt aktualisiert: 29.07.2010 18:30 Uhr
  • dcrs.de
  • Archiv
  • Impressum
  • Datenschutz