DCRS Online

  • DCRS ONLINE
  • DEUTSCHLAND
  • INTERNATIONAL
  • UNTERHALTUNG
  • TECHNIK
  • SPORT
  • GEORGE W. BUSH Selbstzufriedener Abschied von der Weltbühne

    17.01.2009 14:01

    Nein, George W. Bush ist auch bei seinem letzten öffentlichen Auftritt als Präsident der George W. Bush, der er während seiner Amtszeit war: Selbstgerecht, überzeugt davon, dass die Geschichte ihn zu den großen Präsidenten der USA zählen wird, eingehüllt in eine undurchdringliche moralische Panzerung.

    Er definiert seine Amtzeit von 11/9 her, dem Anschlag auf das World Trade Center. Kein Tag seither sei vergangen, ohne dass er sich damit befassen musste, mögen auch die Bürger ihr normales Leben aufgenommen haben. Er, der Präsident sei unablässig auf ihre Sicherheit bedacht gewesen. Dass es keine neuen Anschlag gegeben habe, das sei sein historisches Verdienst.

    "Gut und Böse gibt es in der Welt. Dazwischen gibt es keinen Kompromiss", dieses Weltbild hat starr und kompromissunfähig gemacht. Dass er sein Volk und die Welt belogen hat, um Amerika in den Irakkrieg zu treiben? Der gute Zweck heiligte das Mittel. Er hat wohl Enttäuschungen erlebt, aber Fehler? Nein, die hat er nicht begangen.

    Dass sein Abschied die Welt aufatmen lässt, nimmt er nicht zur Kenntnis. Die Geschichte wird ihn rechtfertigen.
    Eines aber wird ihm die Geschichte positiv anrechnen: Den Wahlsieg des ersten schwarzen Präsidenten befördert zu haben. Denn übermächtig war am Ende der Wunsch nach dem Wandel. (dcrs/tb 17.01.2009 14:01)

    DIESEN ARTIKEL KOMMENTIEREN
  • SUCHE

  • PERSONEN

    • George W. Bush
  • Zuletzt aktualisiert: 08.02.2012 23:20 Uhr
  • dcrs.de
  • Archiv
  • Impressum
  • Datenschutz