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GOLF VON MEXIKO Barack Obama befürchtet schwere Umweltkatastrophe
03.05.2010 15:55Nachdem die BP-Bohrinsel im Golf von Mexiko explodiert und am 22. April untergegangen ist, strömen aus drei Lecks seitdem pro Tag etwa 800.000 Liter Öl ins Meer. Präsident Barack Obama befürchtet eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in der Geschichte der USA, sollten die Lecks nicht bald gestopft werden.
Damit könnte die Ölpest die bisher schwerste Ölverschmutzung durch eine Havarie der "Exxon Valdez" im Jahre 1989 bei Weitem übertreffen. Damals flossen insgesamt 41 Millionen Liter Öl vor Alaska ins Meer und hatten einen Küstenstreifen von über 2.000 Kilometern Länge verschmutzt.
Im aktuellen Fall bemühen sich die Fischer der Region um Schadensbegrenzung, indem sie die Fischgründe durch aufblasbare Barrieren vor dem Öl schützen. Der Ölkonzern BP erklärte, das Bohrloch mit einer Absaugglocke abdecken zu wollen und das Öl so abpumpen zu wollen. Allerdings können entsprechende Maßnahmen erst in etwa einer Woche vorgenommen werden.
Die US-Meeresschutzbehörde NOAA hat inzwischen ein umfangreiches Fischfangverbot zwischen dem Mississippi-Delta bei New Orleans und der Pensacola-Bucht in Florida ausgesprochen. Zehn Tage soll das 17.500 Quadratkilometer große Gebiet für den Fischfang tabu sein. (dcrs/fm 03.05.2010 15:55)