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GROßBANK MIT REKORDMINUS UBS zahlt trotz Milliardenverlust Boni
10.02.2009 15:01Beim Blick auf die Bankenlandschaft scheint an manchen Tagen verkehrte Welt. Trotz der Nachrichten über wachsende Verluste und Milliardenlöcher in den Büchern schütten die Kreditinstitute fleißig Boni und Dividenden aus. Verbraucher und Mitarbeiter, die in diesen Tagen ihre Kündigung erhalten, können bei solchen Meldungen nur mit dem Kopf schütteln. Bestes Beispiel einer solchen Unternehmenspolitik ist die Schweizer Bank UBS.
Obwohl im gesamten Geschäftsjahr ein Verlust von13 Milliarden Euro auf die Bilanz drückt (allein das letzte Quartal 2008 schlägt mit mehr als 5 Milliarden zu Buche), plane das Unternehmen angeblich die Ausschüttung von rund 2 Milliarden Franken. Angesichts der beschlossenen Stellenstreichungen sicher für alle Betroffenen der blanke Hohn. Besonders heikel – die Bank wird mit staatlicher Hilfe gestützt, um trotz des Rekordverlustes weiter am Leben zu bleiben. Anscheinend bewahrheitet sich an diesem Beispiel wieder die Devise: Gewinne privatisieren und Verluste verstaatlichen. Soviel also zum Thema der Neuordnung auf dem Finanzsektor – in den Chefetagen scheint dieses Credo noch lange nicht angekommen zu sein. (dcrs/fm 10.02.2009 15:01)