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GROßINVESTOREN SEHEN KEINEN AUSWEG! (Vorgetäuschter) Selbstmord als Ausweg aus der Krise
26.01.2009 23:18Seit Beginn der weltweiten Finanzkrise haben vielen Investoren mit schweren Gewinneinbußen zu kämpfen. Innerhalb kurzer Zeit mussten enorme Verluste verzeichnet werden, die natürlich allesamt für den jeweiligen Investoren sehr schmerzhaft waren. Als Ausweg aus dieser aktuell schlechten Wirtschaftslage sahen einige Anleger nur noch den (scheinbaren) Selbstmord. Manch vorher bekannter Großinvestor verschwand mit Beginn der Krise von der Bildfläche. Es sollte so aussehen, als wenn sich der Spekulant aus Verzweiflung selbst umgebracht hätte. Doch nur in den seltensten Fällen bringen sich die Finanziere auch wirklich um. Meist ist es ihr Ziel, nur einen Selbstmord vorzutäuschen, um somit einer strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen. Denn oft ist es nicht nur das eigene Geld, welches verspekuliert wurde, sondern auch das Vermögen vieler anderer Anleger. Vor Gericht müsste man sich deshalb im Regelfall wegen Untreue verantworten. Neben den vorgetäuschten Selbstmorden gibt es aber leider auch noch die, die sich wirklich das Leben nehmen und absolut keinen Ausweg mehr sehen. Hier ist es oftmals das Gewissen, das belastend wirkt.
Der früher so selbstsichere und von sich selbst überzeugende Arthur Nadel gehört zu denen, die spurlos verschwunden sind. Nadel war Hedgefonds-Manager und gehörte zur Prominenz von Sarasota. Er wurde fast regelmäßig an der Westküste von Florida gesichtet und ließ es sich stets gut gehen. Ebenso war er als spendabler und wohltätiger Mensch bekannt und spendete viele Millionen an gute Zwecke. Nun scheint es mit dem Glanz der Karriere zu Ende zu sein. Der 76-jährige verschwand plötzlich und unerwartet von der Bildfläche und gab selbst seiner Frau scheinbar keine Nachricht darüber. Das einzige was er zurückließ war ein mysteriöser Brief. Von einigen sogar schon als Abschiedsbrief bezeichnet. Das Schreiben enthält Textpassagen, die einen Selbstmord vermuten lassen. Von "extremen Schuldgefühlen" wird in dem Brief berichtet. Darüber hinaus schreibt Nagel, dass er es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren könne, für so viele und hohe Verluste anderer Anleger verantwortlich zu sein. Auch berichtet er von Drohungen, die er selbst erhalten haben soll. Es soll sich sogar um Morddrohungen handeln. Da er nicht umgebracht werden will, will er es stattdessen selbst tun. Mit diesen Worten liegt der Verdacht auf Selbstmord allerdings sehr nahe. Trotzdem kann es sich dabei auch nur um eine Ablenkung handeln. Eventuell möchte er nämlich späteren strafrechtlichen Verfolgungen entgehen. Seine Fondsfirma Scoop Management soll tatsächlich bis zu 350 Millionen US-Dollar seiner Investoren veruntreut haben, indem das Geld zum Beispiel in zu risikoreiche Anlagen investiert wurde. Nadel ist seit Mitte Januar unauffindbar. Der 76-jährige ist allerdings nicht der Einzige, der mit derartigen Briefen und Verschwinden für weltweites Aufsehen sorgt. Auch andere prominente Gesichter sehen in der jetzigen Krise keinen Ausweg und wollen sich umbringen bzw. wollen es so aussehen lassen. (dcrs/cf 26.01.2009 23:18)