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  • GUANTANAMO Mediziner waren an Folter beteiligt

    08.04.2009 19:15

    Ärzte ohne Grenzen – für viele Verbraucher der Name einer gemeinnützigen Organisation, die sich in erster Linie für die medizinische Versorgung der Ärmsten der Armen einsetzt. Angesichts eines Berichts des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz aus dem Jahr 2007 zur Situation im US-amerikanischen Gefangenenlager Guantanamo Bay auf Kuba, lässt sich die Aussage auch anders interpretieren.

    Laut dem 43-seitigen Werk sollen Mediziner nicht nur bei Folterungen anwesend gewesen sein und diese überwacht haben, sondern in einigen Fällen auch aktive Rollen übernommen haben. Vor diesem Hintergrund hätten die Mediziner auf eklatante Art und Weise gegen jede ärztliche Ethik verstoßen. Neben Hunger, Kälte und physischer Gewalt haben die USA in dem Gefangenenlager auch die umstrittene Methode des Waterboarding praktiziert, um Terrorverdächtigen wichtige Informationen zu entlocken.

    Laut Medienberichten sollen dem Bericht auch 14 Zeugenaussagen von angeblich Terrorverdächtigen beiliegen, welche die Teilnahme der Mediziner an den Folterungen bestätigen und untermauern. (dcrs/fm 08.04.2009 19:15)

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