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HACKERANGRIFF KZ-Gedenkstätte Opfer von Computerkriminalität
29.07.2010 10:12Die KZ-Gedenkstätte Buchenwald und die Gedenkstätte Mittelbau-Dora sind das Opfer eines Hackerangriffs geworden. Die Polizei geht von einem rechtsextrem motivierten Angriff aus. Die Seite der Gedenkstätte Buchenwald wurde so manipuliert, dass Besucher auf einer Seite von Leugner des Holocaust landeten.
Die Internetpräsenz von Mittelbau-Dora wurde sogar komplett gelöscht. Seitens der Hacker wurden zudem Kommentare hinterlassen, die eindeutig auf nationalsozialistisches Gedankengut schließen lassen.
Laut Volkhard Knigge, Stiftungsdirektor der Gedenkstätte, ist das Internetangebot der KZ-Gedenkstätten vor dem Hintergrund des Hackerangriffs derzeit nur eingeschränkt nutzbar. Internetseite von Mittelbau-Dora ist inzwischen aber zumindest wieder erreichbar.
Der Hackerangriff stellt für Deutschland ein bisher noch nie da gewesenes Ausmaß rechtsextrem motivierter Kriminalität dar. Seitens der Polizei sind Ermittlungen zu dem Hackerangriff eingeleitet. Allerdings fehlt bisher jede Spur von den Tätern. Zugang sollen sie sich über ein sogenanntes Backdoor-Virus verschafft haben. In Buchenwald sollen Schätzungen zufolge mehr als 50.000 Menschen ums Leben gekommen sein. (dcrs/fm 29.07.2010 10:12)