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HARTZ-IV-KRITIK Zerbricht die Koalition an Guido Westerwelle
15.02.2010 10:56Unter Schwarz-Rot haben sich Union und SPD die Aufgaben im Kabinett geteilt. Und auch der Koalitionspartner SPD übernahm das Außenministerium. Auch wenn die damaligen Koalitionspartner nicht immer einer Meinung waren – was derzeit zwischen Schwarz-Gelb losbricht, dürfte selbst die Opposition verwundern.
Nach seiner Hartz-IV-Kritik wurde Guido Westerwelle nicht nur aus dem linken Lager kritisiert. Heiner Geißler, ehemaliger Generalsekretär, bezeichnete den deutschen Außenminister und Vizekanzler in aller Öffentlichkeit als „Esel“.
Dabei bezog sich der Politiker auf den Vergleich Westerwelles zur spätrömischen Dekadenz. „Vor 100 Tagen ist ein Esel Bundesaußenminister geworden“, so erklärte er der Zeitung „Die Welt“. Seitens der FDP will man diese Äußerung nicht auf sich sitzen lassen.
Und so fordert Jörg-Uwe Hahn von der hessischen FDP ein Machtwort aus dem Kanzleramt. Angela Merkel soll sich vor ihren Vizekanzler stellen und ihn vor solchen Beleidigungen schützen. 100 Tage nach der Regierungsübernahme sind die Koalitionspartner heftig zerstritten und stehen vor einer Zerreißprobe. (dcrs/fm 15.02.2010 10:56)