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  • HINDUKUSCH Neue Debatte um Afghanistan-Einsatz

    07.04.2010 09:26

    Die drei toten Soldaten vom Karfreitag werfen viele Fragen auf und bringen die Bundesregierung in die Defensive. Speziell die Tatsache, dass die betroffene Einheit vor dem Abmarsch an den Hindukusch über Ausbildungsmängel berichtete, lasst viel Raum für Spekulationen.

    Und spielt den Kritikern des Einsatzes neue Argumente in die Hände. Von einem schnellen und überstürzten Abzug aus dem Land hält Bundesaußenminister Guido Westerwelle allerdings wenig. Mit einem solchen Schritt würde Afghanistan „in ganz kurzer Zeit wieder Rückzugsgebiet des Weltterrorismus“ – so Westerwelle in der „Bild“.

    Allerdings versprach der Minister Nachbesserungen bei der Ausrüstung – sofern dafür Bedarf besteht. Hellmut Königshaus, neuer Wehrbeauftragter und Nachfolger Robbes, will dagegen energisch gegen die Mängel in der Truppe vorgehen. Der Truppe fehlt es in Afghanistan in erster Linie an schwerem Gerät, wie Transportflugzeugen, Kampfhubschraubern oder schweren Waffen.

    Mit der Forderung nach Kampfpanzern erntete Königshaus aber nicht nur Zustimmung, da diese Form der Aufrüstung das taktisch falsche Mittel sein könnte und in der Bevölkerung ein falsches Bild entstehen ließe. Kennzeichnend für die Debatte scheint allerdings, dass ein klares Konzept zu fehlen scheint. (dcrs/fm 07.04.2010 09:26)

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