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INNENPOLITIK Druck auf Kanzlerin wächst
12.05.2010 14:24Angela Merkel gerät innenpolitisch immer weiter unter Druck. Erst das Wahldebakel in Nordrhein-Westfalen, dann der Rettungsschirm für den Euro, den die Bundeskanzlerin in einer umstrittenen Aktion mit auf den Weg gebracht hat. Beides – und die Haltung in der Griechenlandkrise – haben die Kritiker deutlich an Gewicht gewinnen lassen.
Dabei sind es nicht nur Widerstände in der Opposition. Auch aus den eigenen Reihen wird die Kanzlerin immer schärfer für ihre politische Richtung der vergangenen Wochen und Tage kritisiert.
Alexander Dobrindt prangerte etwa die Informationspolitik der Bundeskanzlerin an und wies darauf hin, dass am Krisentreffen kein CSU-Minister beteiligt war. Am wirtschaftspolitischen Kurs der Kanzlerin äußerte dagegen Josef Schlarmann Kritik und befürchtet bereits ein Auseinanderbrechen der Koalition.
Und auch die Unionsparlamentarier im EU-Parlament scheinen mit Frau Merkel unzufrieden. Unterm Strich wird die Lage für die Kanzlerin immer bedrohlicher und gleicht teilweise dem Tanz auf dem Vulkan. Nur eine Frage bleibt offen – wann dieser ausbricht. (dcrs/fm 12.05.2010 14:24)