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INSTITUT FÜR DEMOSKOPIE 12. Jahrbuch mit Ansichten aus Ost und West
05.03.2010 18:33Das Institut für Demoskopie Allensbach veröffentlichte das zwölfte Jahrbuch und damit im 20. Jahr nach dem Fall der Mauer und der deutschen Wiedervereinigung. Auf mehr als 900 Seiten erfährt man viele Informationen über die Lebensweise und das Denken der deutschen Bundesbürger. Die Chefin des Institutes geht davon aus, dass in frühestens 20 Jahren die Mauer in den Köpfen endgültig fallen wird.
Immerhin sehen sich nur noch 53 Prozent der Menschen im Osten als Ostdeutsche, 1992 waren es noch 63 Prozent. Zurzeit halten die Ossis ihre westdeutschen Mitbürger für arrogant. Umgekehrt schätzen die Wessis ihre ostdeutschen Leidgenossen als Nörgler ein. In der Umfrage sehen sich die Deutschen als Bürger eines selbstbewussten und gelassenen Landes an, denken aber auch das der wirtschaftliche Höhepunkt überschritten sei und Veränderungen bevorstehen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnet derartige demografische Befunde als "Frühwarnsystem". Wichtige politische Zielsetzungen hätten anfangs keine Mehrheit gehabt, während sie nun als Mehrheitsposition akzeptiert werden. (dcrs/fm 05.03.2010 18:33)