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ISRAEL Siedlungsbau behindert Friedensgespräche
04.09.2009 21:59Im Streit um den Baustopp jüdischer Siedlungen im Westjordanland kommt Bewegung. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will noch weitere hunderte Baugenehmigungen erteilen und erntet damit scharfe Kritik seitens der USA. US-Präsident Barack Obama spricht sich weiterhin gegen eine Weiterführung des Siedlungsbaus aus.
Auch die EU und Schimon Peres - Staatspräsident von Israel - lehnen die Haltung des israelischen Ministerpräsidenten ab und sehen den Friedensprozess gefährdet. Derzeit befinden sich etwa 2.500 Siedlungsanlagen im Bau und ein geplanter Baustopp, der von Netanjahu in Erwägung gezogen wird, berührt diese ebenso nicht, wie die im arabischen Ostteil von Jerusalem von jüdischen Siedlern errichteten Häuser.
Für die Wiederaufnahme der ins Stocken geratenen Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern ist der Stopp für den Siedlungsausbau eine Bedingung gewesen. Präsident Mahmud Abbas hatte am Freitag seinen Standpunkt nochmals deutlich gemacht und erklärt sich erst bei einem Entgegenkommen Israels für ein Treffen zur Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit Benjamin Netanjahu bereit. (dcrs/fm 04.09.2009 21:59)