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JAHRHUNDERTPROZESS Entscheidung im Fall Josef F. ist gefallen
19.03.2009 15:33Joseph Fritzl wurde am Donnerstag zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Diese Meldung elektrisiert die Presse rund um den Globus. Schließlich hatte die Verhandlung um das „Monster von Amstetten“ erst vor wenigen Tagen begonnen. Damit hat ein Verfahren, dessen Ausmaß und Medieninteresse wirklich die Bezeichnung „Jahrhundertprozess“ verdient, ein schnelles Ende gefunden.
Joseph Fritzl wurde nicht nur im Anklagepunkt der Sklaverei für schuldig befunden, sondern auch unter dem Gesichtspunkt des Mordes an seinem Sohn Michael. Die Anklageschrift gegen den 73-Jährigen liest sich wie ein Sammelsurium tiefer menschlicher Abgründe. Neben dem bereits angesprochenen Mord wirft die Staatsanwaltschaft Joseph Fritzl unter anderem auch Freiheitsberaubung, Nötigung, Sklaverei und Inzest vor.
Der Familienvater hatte vor mehr als 20 Jahren seine in den Keller ihres Elternhauses gelockt und von diesem Zeitpunkt an in einem eigens dafür angelegten Kellerverlies bis zum vergangenen Jahr gefangen gehalten – eine Tatsache, welche die kriminelle Energie des 73-Jährigen deutlich erkennen lässt. Für das Opfer und dessen Familie bleibt zu hoffen, dass mit dem Urteil eines der schwärzesten Kapitel vorerst geschlossen ist. (dcrs/fm 19.03.2009 15:33)