-
KARTELLRECHT Intel muss Strafe zahlen
13.05.2009 13:41Nach jahrelangen Ermittlungen liegt jetzt endlich das Ergebnis vor. Die zuständige EU-Kommission hat den Chiphersteller Intel zu einer Strafzahlung verurteilt, deren Höhe in der bisherigen Geschichte des Kartellrechts eine einmalige Sanktion darstellt. Intel soll nach Meinung der Wettbewerbshüter seine Stellung am Markt für Prozessoren missbraucht haben und muss jetzt die Summe von 1,06 Milliarden Euro zahlen.
Dank unerlaubter Mittel konnte das Unternehmen aus der marktbeherrschenden Position heraus die Entwicklung der Konkurrenten bremsen. Betroffen war etwa der Chiphersteller AMD – einer der größten Konkurrenten von Intel. Neben Rabatten, welche Computerherstellern angeboten wurden, soll Intel mit unlauteren Vertragsbedingungen gearbeitet haben. Den Stein ins Rollen hatte eine Beschwerde von AMD gebracht.
Bereits vor acht Jahren wurden die Untersuchungen gegen den weltgrößten Chiphersteller aufgenommen. Intel hat als Reaktion auf die Strafe der EU-Kommission bereits eine entsprechende Klage und wehrt sich gegen den Vorwurf, die eigene Marktposition missbraucht zu haben. (dcrs/fm 13.05.2009 13:41)