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  • KRIEGSVERBRECHERTRIBUNAL Karadzic setzt Verteidigungsrede in Den Haag fort

    02.03.2010 12:59

    Der ehemalige bosnische Serbenführer Radovan Karadzic setzte seine Verteidigung vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag fort. Nach einem viermonatigen Boykott wurde der Prozess am Montag wieder aufgenommen. Karadzic äußerte sich erneut über die Vorwürfe gegen ihn, er habe den Kampf der Serben im Bosnienkrieg als "gerecht und heilig" bezeichnet. Zugleich wies er die Schuld am Tod von 100.000 Serben den bosnischen Muslimen zu.

    Der frühere bosnische Serbenführer muss sich vor dem UN-Tribunal in elf Anklagepunkten wegen Völkermordes, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der Zeit des Bosnienkriegs von 1992 bis 1995 verantworten. Das Massaker von Srebrenica steht dabei im Mittelpunkt der Anklage, weil einige tausend muslimische Männer dabei getötet worden sind.

    Radovan Karadzic ist ebenfalls angeklagt, weil bei der fast zweijährigen Belagerung von Sarajevo mehr als 10.000 Menschen ums Leben gekommen sind. Im Juli 2008 wurde der ehemalige Serbenführer Karadzic in Belgrad gefasst worden, nachdem er 13 Jahre lang auf der Flucht war. Sollte er verurteilt werden, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. (dcrs/fm 02.03.2010 12:59)

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  • Zuletzt aktualisiert: 29.07.2010 18:40 Uhr
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