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KRISE BEI GRAVIS Apple-Händler kündigt Entlassungen an
17.01.2009 14:01Der wichtigste Vertriebspartner in Deutschland des Apple-Konzern, die GRAVIS Computervertriebsgesellschaft mbH mit Sitz in Berlin, ist in Schwierigkeiten geraten und kündigt an, Stellen abzubauen.
Der deutsche Marktführer leidet nach Angaben des Firmengründers und Gravis-Chefs Archibald Horlitz unter den Auswirkungen der globalen Finanzkrise, die das Weihnachtsgeschäft 2008 einbrechen lassen hat. Noch Ende 2008 ging die Compter-Handelkette davon aus, vom konjunkturellen Abschwung nicht betroffen zu sein. Der Handel mit Macintosh-Computern galt als krisenfest, da er auf eine lukrative Zielgruppe ausgerichtet ist und für Mac-Produkte nach wie vor eine positive Grundstimmung ausgemacht werden kann. Als Folge der Expansion in den vergangenen Jahren wollte Gravis eigene Shops in Karstadt-Kaufhausfilialen etablieren, gab das Vorhaben jedoch nach Investitionen von etwa einer Dreiviertel Millionen Euro auf.
Aufgrund der nicht erreichten Umsatzziele für das Jahr 2008 kündigt Horlitz in einem Brief, der im Nachrichtendienst Macnotes veröffentlicht wurde, an, dass die Verträge vieler im letzten Jahr neu eingestellter Mitarbeiter nicht verlängert würden. Auch Kündigungen bestehender Arbeitsverträge könnten nicht ausgeschlossen werden. Der Berliner Macintosh-Händler beschäftigte Anfang Januar 2009 etwa 761 Mitarbeiter. Nachdem auch der eigentlich für 2008 geplante Börsengang aufgegeben wurde, sieht sich die Geschäftsleitung nun nach geeigneten strategischen Geschäftspartnern um, um das erforderliche Wachstum des Computerhändlers finanziell zu unterstützen. (dcrs/tb 17.01.2009 14:01)