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KUNDUZ-AFFÄRE Geheimdienst soll früh von Opfern gewusst haben
25.03.2010 13:55In der Kunduz-Affäre hat sich die Bundesregierung bisher als unwissend und schlecht informiert gegeben – zumindest, was die ersten Stunden nach dem umstrittenen Luftangriff betrifft. Allerdings könnte dieses Bild ins Wanken geraten.
Wie der „Spiegel“ am Donnerstag in seiner Online-Ausgabe berichtet, habe der deutsche Geheimdienst BND bereits sehr früh über die Tatsache Bescheid gewusst, dass Zivilisten bei der Aktion ums Leben kamen. Der BND hat die Einschätzung, dass bei dem Angriff "zahlreiche Zivilisten ums Leben gekommen sind“ auch an´s Kanzleramt weitergeleitet.
Bereits um kurz nach acht Uhr am 4. September hatte man im Kanzleramt also über den Vorfall Kenntnis. Seitens des „Spiegel“ beruft man sich auf eine E-Mail, die Berlin vom Bundesnachrichtendienst erhalten hatte. Mit dem Bekanntwerden der Nachricht dürfte die Kunduz-Affäre nun auch unmittelbar auf die Bundeskanzlerin Angela Merkel Druck ausüben.
Am Donnerstagnachmittag muss Ex-Verteidigungsminister Franz-Josef Jung dem Untersuchungsausschuss Rede und Antwort stehen. (dcrs/fm 25.03.2010 13:55)