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LIEFERENGPASS Kinderimpfstoff fehlt in besorgniserregendem Maß
08.02.2010 09:51Am Wochenende haben Kinderärzte in Deutschland Alarm geschlagen. Dringend benötigter Impfstoff für Kinder wird immer knapper. Gerade Säuglinge, die auf Impfungen angewiesen sind, leiden unter dem Mangel besonders.
Für die Lieferschwierigkeiten macht Wolfram Hartmann vom Verband der Kinder- und Jugendärzte die Hersteller verantwortlich, denen es trotz Höchstpreise nicht gelinge, die Versorgung mit dringend benötigten Impfdosen sicherzustellen.
GlaxoSmithKline, einer der Hersteller, war in den vergangenen Monaten durch die Herstellung der Präparate gegen die Schweinegrippe ausgelastet. Rückblickend erwies sich diese Erkrankung eher als Papiertiger. Am Ende aber mit fatalen Folgen für Säuglinge und Kinder. Kritik kommt auch von der Ständigen Impfkommission des Bundes, wo man den Fall als „besorgniserregend“ empfindet.
Besonders das Fehlen wichtiger Mehrfach-Impfstoffe – etwa gegen Mumps, Röteln, Masern und Windpocken - bereitet den Medizinern Sorgen. Klaus Cichutek vom Paul-Ehrlich-Institut sieht die Situation dagegen weniger dramatisch. Zu den fehlenden Präparaten gebe es Alternativen – nur müssten die Kinder dann mehrfach zum Arzt. (dcrs/fm 08.02.2010 09:51)