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MANAGERGEHÄLTER Josef Ackermann fürchtet den Unmut von unten
06.04.2009 09:25Viele Manager haben sich in den vergangenen Wochen verhältnismäßig resistent gegen kritische Stimmen gezeigt – zumindest was die Höhe der eingestrichenen Bonuszahlungen betrifft. Allerdings scheint die Gutmenschen-Art mittlerweile auch bei deutschen Top-Managern angekommen zu sein. Und mit dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank wendet sich nun auch ein Flaggschiff des Kapitalismus gegen Ausschüttungen in Millionenhöhe.
Josef Ackermann sieht in den Bonuszahlungen der Vergangenheit für die aktuelle Krise sozialen Zündstoff und fordert seine Kollegen daher zum freiwilligen Verzicht auf Millionengehälter auf. Nach eigener Aussage des Top-Managers sei: „„Nicht alles, was einem rechtlich zusteht, nicht alles, was legal ist, ist auch legitim“. Daneben schwor der Chef der Deutschen Bank seine Kollegen auch auf einen selbst verordneten Sparkurs ein, denn auch Manager müssten in einer weltweiten Krise Opfer bringen.
In der Öffentlichkeit hatte die Forderung einiger Pleite-Manager nach den ihnen vertraglich zugesicherten Bonuszahlungen zuletzt für Unruhe gesorgt und auch die Ausschreitungen im Rahmen des Weltfinanzgipfels in London haben auf das Konfliktpotenzial der Boni aufmerksam gemacht. (dcrs/fm 06.04.2009 09:25)