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MISSBRAUCH Annette Schavan fordert neue Verjährungsfristen
08.03.2010 08:57In die Debatte um Missbrauchsfälle innerhalb der katholischen Kirche und anderen Bildungseinrichtungen hat sich jetzt Bildungsministerin Anette Schavan eingemischt. Die Unionspolitikerin fordert längere Verjährungsfristen. Als Begründung gab sie an, dass „die bisherige Erfahrung lehrt, dass über Missbrauch erst nach vielen Jahren gesprochen wird“.
Die Täter bleiben daher nicht selten straffrei. Für eine Prüfung der Verjährungsfristen setzt sich auch Ralf Stegner (SPD) ein. Übertriebenen Aktionismus hält der Politiker aus Schleswig-Holstein aber nicht für angebracht.
Immer wieder haben in den letzten Tagen Details zu sexuellen Missbrauchsfällen die Öffentlichkeit erschüttert. So sollen einige der Beschuldigten sogar Fotos ihrer Opfer veröffentlicht haben. Und auch an der Odenwaldschule soll der Missbrauch weiter reichen als bisher bekannt. So machen Berichte die Runde, dass auch Mädchen zu den Opfern sexueller Übergriffe gehören.
Vorwürfe werden aber nicht nur aus den Reihen der Opfer laut. Salman Ansari, ehemaliger Lehrer, kritisiert seine Ex-Kollegen offen für ihr Verhalten und das Ausnutzen ihrer Position. (dcrs/fm 08.03.2010 08:57)