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ÖLPEST BP steht weiter am Pranger
15.06.2010 16:05Der Untergang der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ liegt mittlerweile acht Wochen zurück. Aus dem leckgeschlagenen Bohrloch strömt indes immer noch Öl in den Golf von Mexiko. Während US-Präsident Barack Obama die ökologische Katastrophe mittlerweile für PR-Zwecke zu nutzen scheint, steht der Ölkonzern BP weiter am Pranger.
So forderte Harry Reid - Vorsitzender der Demokraten im Senat – von BP-Chef Tony Hayward Schadenersatz in schwindelerregender Höhe. Reid forderte zwanzig Milliarden US-Dollar, die in einen Treuhandfonds für die Beseitigung der Schäden eingezahlt würden.
Dokumente rund um die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ belegen zudem, dass der Konzern riskante Entscheidungen getroffen hat – nur um wenige Millionen US-Dollar einsparen zu können. Eine der Entscheidungen sei die Zentrierung des Steigrohrs gewesen.
Statt – wie empfohlen – 21 Stützen zu verwenden, hat BP nur sechs Stützen zum Einsatz gebracht. Henry Waxman und Bart Stupak zählen insgesamt fünf Entscheidungen auf, die als Ursache für die größte ökologische Katastrophe der USA infrage kommen. (dcrs/fm 15.06.2010 16:05)