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OPEL General Motors setzt auf Hinhalte-Taktik
24.08.2009 10:09Bereits vor Wochen galt der angeschlagene Autobauer Opel in den Augen der Öffentlichkeit als gerettet. Untergebracht in einer Treuhandgesellschaft schien die Übernahme durch Magna nur noch eine Frage der Zeit. Allerdings spielt General Motors auf Zeit – und will den Finanzinvestor RHJ im Rennen halten.
Angeblich sollen GM Informationen fehlen, um eine abschließende Entscheidung zu treffen, wer denn nun bei Opel einsteigen darf. Thüringens Landeswirtschaftsminister Jürgen Reinholz warf Detroit vor, mit der Hinhaltetaktik das Ergebnis der Wahlen in Deutschland abwarten zu wollen – um am Ende den eigenen Wunschkandidaten durchsetzen zu können.
Mittlerweile sind sich viele Experten einig, dass General Motors den deutschen Autobauer wieder in die langfristigen Planungen aufgenommen hat und sich vom europäischen Geschäft nicht mehr lösen will. Gleichzeitig werden die Stimmen lauter, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel den Fall Opel endlich zur Chefsache machen und mit der US-Administration sprechen soll.
Fred Irwin, Vertreter der US-Handelskammer in Deutschland, warnt allerdings vor dem Druck der Bundesregierung auf die USA. Damit dürfte Opel zur ernsten Belastungsprobe zwischen Obama und Merkel werden. (dcrs/fm 24.08.2009 10:09)