-
OPEL Hoffen auf Alternativen
10.06.2010 07:12Am Mittwoch hat die Sanierung des angeschlagenen Autobauers Opel einen herben Dämpfer einstecken müssen. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle lehnte Staatshilfen für die Sanierung des Unternehmens ab. Damit wird es keine direkten Bürgschaften seitens des Bundes in Höhe von 1,1 Milliarden Euro für Opel geben.
Zwei Gründe für die ablehnende Haltung wurden immer wieder genannt. Zum einen die Tatsache, dass die Staatshilfe einen Wettbewerbsvorteil darstellt. Auf der anderen Seite hat die Konzernmutter General Motors nach der überstandenen Insolvenz wieder schwarze Zahlen geschrieben.
Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Hoffnungen auf Hilfen aber nicht begraben. Sie trifft am Donnerstag mit den Regierungschefs der Opel-Länder zusammen, um über mögliche Alternativen zu beraten. In diesem Zusammenhang setzt etwa der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck auf eine Korrektur des Neins aus dem Wirtschaftsministerium.
Opel-Chef Nick Reilly ist ebenfalls von der deutschen Entscheidung enttäuscht. Von einer härteren Gangart bei der Sanierung will Reilly Presseberichten zufolge aber nichts wissen. (dcrs/fm 10.06.2010 07:12)