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OPEL Steuerpolitik sorgt für Kritik
09.03.2009 08:51In den vergangenen Wochen haben Politik und Wirtschaft verzweifelt um eine Rettung der angeschlagenen General Motors Tochter Opel gerungen. Und obwohl Tausende Arbeitsplätze in deutschen Werken auf dem Spiel stehen, sorgt die Steuerpolitik des Autoherstellers seit einigen Tagen für Unruhe in der Politik. Laut Presseberichten habe Opel zwar einen großen Teil der erwirtschafteten Gewinne über die Konzernmutter in den USA versteuert, im Gegenzug aber einen nicht unerheblichen Teil der Verluste gegenüber dem deutschen Fiskus geltend gemacht und damit beträchtliche Steuergutschriften in Anspruch genommen.
Allein in den letzten drei Jahren sollen sich die entsprechenden Beträge auf Summen im zweistelligen Millionenbetrag belaufen. Damit hat Opel den Steuerzahler also bereits weit vor der Krise deutlich belastet. Kein Wunder, dass Union und FDP darüber ihre Empörung zum Ausdruck bringen und einer Rettung des Autobauers zunehmend kritischer gegenüberstehen. Zunehmende Kritik muss sich das Unternehmen auch aus anderen Richtungen gefallen lassen. Immer wieder diskutierte Schließungspläne seien nach Meinung vieler Experten nicht von konstruktiver Wirkung, sondern gelten vielmehr als Druckmittel gegenüber der Politik. (dcrs/fm 09.03.2009 08:51)