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  • REDE IN BERLIN Horst Köhler meldet sich als Finanzexperte zu Wort

    24.03.2009 15:50

    Der deutsche Bundespräsident ist in seinem Aufgabenbereich in weiten Teilen eher zur Gallionsfigur verdammt – zumindest macht die Tagespolitik dem Bundesbürger dies gern glauben. Allerdings muss sich der Bundespräsident nicht unbedingt immer klaglos in diese Rolle fügen. Seit der bewegenden Rede eines Roman Herzog hat sich gezeigt, wieviel moralisches Gewicht diesem Posten innewohnt.

    Für den amtierenden Bundespräsidenten Horst Köhler sollte es über weite Strecken seiner Amtszeit den Anschein haben, dass der Bundespräsident im Schatten einer regierenden Kanzlerin verschwindet. Während Angela Merkel in der Krise allerdings an Schärfe und Profil zum Teil dramatisch verloren hat, scheint mit der Wirtschaftskrise die große Stunde eines Horst Köhler gekommen.

    Zwar kann auch er die Schranken seines Amtes nicht sprengen – aber mit dem Sachverstand eines ehemaligen IWF-Präsidenten gelang es Horst Köhler am Dienstag, eine Rede zur deutschen Nation zu halten, die sich durchaus mit dem Gewicht seiner Vorgänger messen kann. Dabei ging es nicht nur um die Einstimmung auf schwere Zeiten – der Bundespräsident legte gleichzeitig einen Finger in die offenen Wunden eines Finanzsystems, das allem Anschein nach doch nicht ohne Kontrolle und Aufsicht arbeiten kann. (dcrs/fm 24.03.2009 15:50)

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  • Zuletzt aktualisiert: 09.02.2012 06:00 Uhr
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