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Forschern ist es gelungen, eine mit 232 Dezimalstellen verschlüsselte Zahl in ihre Primfaktoren zu zerlegen. Bei dieser Zahl handelt es sich um eine RSA-Verschlüsselung mit 768 Bit langen Schlüsseln, die zur Sicherung von PIN-Codes bei elektronischen Zahlungsvorgängen Anwendung findet und welche nun durch die Veröffentlichung als geknackt gilt. Zuletzt wurde der Vorgänger, die RSA-512-Verschlüsselung, vor etwa zehn Jahren geknackt.
Die Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich, Japan, Schweiz, den USA und Niederlanden hatten für die Faktorisierung der nun entschlüsselten Zahl etwa 30 Monate benötigt. Danach folgte der erste Rechenschritt, die Polynomial Selection, mit dem 80 Computer sechs Monate beschäftigt waren. Für den darauffolgenden Schritt, dem Sieving, das etwa zwei Jahre dauerte, waren einige hundert PCs im Einsatz.
Die Forscher gehen davon aus, dass die 1024 Bit Verschlüsselung mit den dann zur Verfügung stehenden Rechnern und deren ausgereifter Technik in etwa zehn Jahren geknackt werden könnte. Ihre Empfehlung lautet deshalb, die RSA-Schlüssel bis spätestens 2014 zu ersetzen. (dcrs/fm 11.01.2010 09:30)