-
RÜSTUNGSEXPORT Made in Germany kein Ladenhüter
03.04.2009 14:20Während die Bundesregierung für die eigenen Bürgerinnen und Bürger immer wieder über schärfere Waffengesetze und sogar ein Verbot der sogenannten Ego-Shooter berät, scheinen die Skrupel im internationalen Geschäft schnell vergessen. Schließlich gilt es an dieser Stelle, das Image einer Nation und natürlich Arbeitsplätze zu wahren.
Dass aber mit jedem Produkt der Händler des Todes auch Menschen in Krisenregionen rund um den Globus getötet werden, scheint die Politik nur wenig zu stören. Nicht umsonst gewinnt Deutschland im internationalen Vergleich immer noch einen Platz auf dem Treppchen der Waffen-Exportnationen. Hinter den Vereinigten Staaten und Russland belegt das Volk der Dichter und Denker einen soliden dritten Platz – vor Frankreich und Großbritannien.
Und während in deutschen Waffenschmieden fleißig weiter an Panzern, Haubitzen, Sturmgewehren und Rüstungselektronik geschweißt und geschraubt wird, entscheidet die Politik über deren Schicksal. Heikel wird es allerdings dann, wenn Waffen in politisch instabilen Regionen verschwinden. Erst in den vergangenen Monaten hat ein Deal zwischen Deutschland und Pakistan über drei U-Boote hohe Wellen geschlagen. Wenn es um´s Geld geht, rücken Demokratie und Diktatur anscheinend wieder etwas enger zusammen. (dcrs/fm 03.04.2009 14:20)